Fußball lebt von Leidenschaft, Emotionen und Gemeinschaft. Diese Werte können nur in einem gewaltfreien und respektvollen Umfeld und Miteinander zur Geltung kommen. Der Hessische Fußball-Verband setzt sich deshalb aktiv für Anti-Gewalt, Fair Play und Antidiskriminierung ein. Gewalt in jeglicher Form, ob körperlich, verbal oder digital, hat auf und neben dem Platz keinen Platz.
Vielfalt und gegenseitiger Respekt sind Grundpfeiler des Sports und stärken den Zusammenhalt in Vereinen und Teams. Gleichzeitig unterstützen wir Vereine, Trainer*innen, Spieler*innen und Schiedsrichter*innen mit Maßnahmen im Konfliktmanagement, um Spannungen präventiv entgegen zu wirken und konstruktiv zu lösen.
Unser Ziel ist es, den Fußball als sicheren und offenen Raum für alle zu gestalten, geprägt von Fairness, Respekt, Toleranz und gegenseitiger Wertschätzung.
Auf dieser Seite findet ihr Informationen zu unseren Angeboten im Bereich Anti-Gewalt und Antidiskriminierung sowie zu den Themen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung.
Der HFV bietet die folgenden Angebote zur Prävention und Intervention von Gewalt, Diskriminierung und Rassismus im Fußball an. Die Angebote sind kostenlos für Fair Play Hessen-Netzwerkpartner.
Der HFV bietet Vereinen kostenfreie Präventionsworkshops zu allen Themen rund um Fair Play durch geschulte Referent*innen an.
Dabei können die Vereine Workshops aus den untenstehenden Bausteinen wählen bzw. diese kombinieren oder Teile kombinieren.
Bausteine
Der Hessische Fußball-Verband vermittelt Vereinen kompetente Fußball-Konfliktmanager*innen, um Spannungen im Fußballumfeld frühzeitig zu entschärfen oder bereits verhärtete Konflikte zu lösen.
Ein Deeskalationsworkshop für Schiedsrichter*innen vermittelt Strategien und Techniken, um mit schwierigen Situationen und Konflikten während eines Fußballspiels umzugehen. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Deeskalation zu verbessern, um Gewalt und Aggressionen auf dem Platz zu reduzieren.
Inhalte eines Deeskalationsworkshops
Ziele eines Deeskalationsworkshops:
Der Hessische Fußball-Verband und die Sportjugend Hessen verleihen Streetsoccer-Courts und haben Personen ausgebildet, die sich vor Ort um die Einhaltung des Regelwerks kümmern.
Die Besonderheit des Projektes liegt darin, dass Fair Play und Kreativität durch Extrapunkte gewürdigt werden. So kann das Spielergebnis maßgeblich beeinflusst werden und das nach erzielten Toren unterlegene Team noch gewinnen: Es gewinnt das Team, das in der Kombination aus sportlicher Leistung sowie dem Verhalten auf und neben dem Feld die meisten Punkte erzielt. Über die sportlichen Fähigkeiten hinaus werden so auch soziale Kompetenzen gefördert. Gemeinsame Besprechungen vor und nach dem Spiel sowie Begrüßung und Verabschiedung sollen dazu beitragen, dass sich die Spieler*innen intensiv mit den Themen Fair Play und Toleranz beschäftigen und das gemeinsame Spielen und Erleben in den Mittelpunkt gerückt wird.
Wenn ihr selbst eine Ausgabe von Straßenfußball bei euch im Verein oder der Institution für Toleranz ausrichten möchtet oder Fragen dazu habt, wendet euch bitte an Tim Wohlfarth.
Von einer Gewalthandlung spricht man, wenn eine Person eine andere Person körperlich angreift (z.B. Schlagen, Treten, Bewerfen oder Bespucken). Auch Bedrohungen sind als Form von Gewalt zu verstehen. Gewalt kann auf unterschiedliche Weise ausgeübt werden: körperlich (physisch), emotional (psychisch), sexualisiert, digital oder in Form von Vernachlässigung. Sie kann überall im Fußballkontext auftreten: auf dem Platz, am Spielfeldrand, in der Kabine oder im digitalen Raum (online).
Formen von Gewalt sind:
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Gewalt muss nicht strafbar sein, um ernste Konsequenzen zu haben. Auch Situationen, in denen Menschen sich unwohl, bedroht oder verletzt fühlen, sind relevant. Entscheidend ist nicht die Absicht einer Handlung, sondern ihre Wirkung auf die betroffene Person. Gewalt kann erhebliche Belastungen verursachen und sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf das seelische und körperliche Wohlbefinden haben.
(Quelle: DFB: Leitfaden: Stark gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt (2026))
Solltest du oder jemand in deinem Umfeld von Gewalt im Fußballkontext betroffen sein und Unterstützung benötigen, dann wende dich bitte an unsere Anlaufstelle Gewalt und Diskriminierung.
Weitere Informationsmaterialien und Handlungsempfehlungen zum Thema Gewalt im Fußball findet ihr am Ende dieser Seite.
Diskriminierung liegt vor, wenn Menschen aufgrund bestimmter tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale benachteiligt, ausgegrenzt oder herabgewürdigt werden. Zu diesen Merkmalen zählen beispielsweise die Herkunft, Hautfarbe, Religion, eine Behinderung, das Alter, die geschlechtliche Identität oder die sexuelle Orientierung.
Formen von Diskriminierung sind:
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Typische Erscheinungsformen von Diskriminierung sind:
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Diskriminierung zeigt sich nicht nur in einzelnen Äußerungen oder Handlungen, sondern auch in gesellschaftlichen und sportlichen Strukturen. Menschen, die den vorherrschenden gesellschaftlichen Vorstellungen entsprechen, profitieren häufig von Vorteilen oder begegnen im Alltag weniger Hürden und Barrieren.
Andere Menschen erleben dagegen häufiger Benachteiligungen, und das nicht aufgrund ihrer Leistungen oder ihres Verhaltens, sondern weil ihnen bestimmte Merkmale zugeschrieben werden. So werden beispielsweise Bewerber*innen mit ausländisch klingendem Namen oft seltener zu Vorstellungsgesprächen oder Probetrainings eingeladen. Solche Ungleichbehandlungen sind unfair und können Betroffene sowohl im Alltag als auch im Fußball erheblich belasten.
(Quelle: DFB: Leitfaden: Stark gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt (2026))
Solltest du oder jemand in deinem Umfeld von Diskriminierung und/oder Rassismus im Fußballkontext betroffen sein und Unterstützung benötigen, dann wende dich bitte an unsere Anlaufstelle Gewalt und Diskriminierung.
Weitere Informationsmaterialien und Handlungsempfehlungen zum Thema Diskriminierung und Rassismus im Fußball findet ihr am Ende dieser Seite.
Hier findet ihr hilfreiche Informationsmaterialien, Handlungsempfehlungen und Weiterleitungen rund um das Thema Gewalt und Diskriminierung:
Referent Gesellschaftliche Verantwortung
069 – 677 282-608
069 – 677 282-705
Referent Gesellschaftliche Verantwortung
069 – 677 282-607
069 – 677 282-705