HESSISCHER FUSSBALL-VERBAND e.V.

Anti-Gewalt und Antidiskriminierung

Angebote zur Prävention und Intervention

Präventionsworkshops

Der HFV bietet Vereinen kostenfreie Präventionsworkshops zu allen Themen rund um Fair Play durch geschulte Referent*innen an. 

Dabei können die Vereine Workshops aus den unten stehenden Bausteinen wählen bzw. diese kombinieren oder Teile kombinieren.

Bausteine

  • Anti-Gewalt und Anti-Diskriminierung
  • „Nein! Zu Diskriminierung und Gewalt“
  • Konfliktkompetenz im Fußball
  • Fair Play am Spielfeldrand und/oder Elternworkshop (speziell Eltern/Erwachsene)
  • Präventions-Workshop für E-/D-Junior*innen
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Der Hessische Fußball-Verband vermittelt Vereinen kostenfrei kompetente Fußball-Konfliktmanager*innen, um Spannungen im Fußballumfeld frühzeitig zu entschärfen oder bereits verhärtete Konflikte zu lösen.

Ein Deeskalationsworkshop für Schiedsrichter*innen vermittelt Strategien und Techniken, um mit schwierigen Situationen und Konflikten während eines Fußballspiels umzugehen. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Deeskalation zu verbessern, um Gewalt und Aggressionen auf dem Platz zu reduzieren.

Inhalte eines Deeskalationsworkshops

  • Kommunikationstechniken
    Erlernen von effektiven Gesprächsführungstechniken, um mit Spieler*innen, Trainer*innen und Zuschauer*innen in Konfliktsituationen konstruktiv zu kommunizieren.
  • Körpersprache
    Schulung der eigenen Körpersprache, um eine beruhigende und souveräne Ausstrahlung zu vermitteln und so das Konfliktpotenzial zu minimieren.
  • Stressbewältigung
    Erlernen von Techniken zur Stressbewältigung, um in angespannten Spielsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und angemessen zu reagieren.
  • Konfliktlösung
    Vermittlung von Strategien zur Konfliktlösung, um frühzeitig Konflikte zu deeskalieren
  • Rollenspiele
    Üben von Deeskalationsstrategien in simulierten Spielsituationen, um das Gelernte praktisch anzuwenden und zu festigen.


Ziele eines
Deeskalationsworkshops:

  • Reduzierung von Gewalt und Aggressionen
    Durch das Erlernen von Deeskalationstechniken sollen Schiedsrichter*innen in der Lage sein, gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern oder zu beenden
  • Verbesserung der Spielatmosphäre
    Eine deeskalierte Spielatmosphäre fördert einen fairen und respektvollen Umgang zwischen allen Beteiligten.
  • Stärkung der Autorität
    Durch eine souveräne und deeskalierende Spielleitung wird die Autorität des Unparteiischen gestärkt.
  • Förderung des Fairplay
    Ein deeskalierter Spielablauf trägt dazu bei, dass Fairplay und Sportsgeist im Vordergrund stehen.

Der Hessische Fußball-Verband und die Sportjugend Hessen verleihen Streetsoccer-Courts und haben Personen ausgebildet, die sich vor Ort um die Einhaltung des Regelwerks kümmern.

Die Besonderheit des Projektes liegt darin, dass Fair Play und Kreativität durch Extrapunkte gewürdigt werden. So kann das Spielergebnis maßgeblich beeinflusst werden und das nach erzielten Tore unterlegene Team noch gewinnen: Es gewinnt das Team, das in der Kombination aus sportlicher Leistung sowie dem Verhalten auf und neben dem Feld die meisten Punkte erzielt. Über die sportlichen Fähigkeiten hinaus werden so auch soziale Kompetenzen gefördert. Gemeinsame Besprechungen vor und nach dem Spiel sowie Begrüßung und Verabschiedung sollen dazu beitragen, dass sich die Spieler*innen intensiv mit den Themen Fair Play und Toleranz beschäftigen und das gemeinsame Spielen und Erleben in den Mittelpunkt gerückt wird.

Wenn ihr selbst eine Ausgabe von Straßenfußball bei euch im Verein oder der Institution für Toleranz ausrichten möchtet oder Fragen dazu habt, wendet euch bitte an Tim Wohlfarth.

Das Projekt „KonsenS! – Konfliktmanagement im Sport“ der Sportjugend Hessen unterstützt Spieler*innen, Schiedsrichter*innen, Trainer*innen, Sportrichter*innen im Fußball dabei, rechtzeitig geschlechtsspezifische Verhaltensweisen zu reflektieren, um Konflikte möglichst zu vermeiden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit Männlichkeitsbildern im Fußball. Erwartungen an Stärke, Ehre, Teamgeist, Leistung und Konkurrenz treffen auf Unsicherheiten, innere Widerstände, Anpassungsdruck und soziale Veränderungen im analogen und digitalen Raum. Neben modernen Männlichkeitsbildern kehren traditionelle Männlichkeitsbilder zurück. Diese Spannungen können auch im Sport spürbar werden und zu Konflikten führen.
 
KonsenS! nutzt den Sport gezielt als Lern- und Erfahrungsraum. Dort sensibilisiert das Projekt für Verhaltensmuster und Bedürfnisse in Konflikten im Zusammenhang mit Geschlechterbildern. Ziel ist es, insbesondere Vorstellungen von „Männlichkeit“ sichtbar zu machen und Räume für Austausch und Empowerment zu schaffen. Weitere Informationen. 
 
Sie möchten mehr erfahren oder haben Interesse an einer Zusammenarbeit?
Dann melden Sie sich gerne bei:
Nadine Morgenbrod, Sportjugend Hessen
Tel. 0 69 – 67 89 6907.

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