HESSISCHER FUSSBALL-VERBAND e.V.

LOTTO Hessenliga: Eintracht-Saison der Superlative

Die U21 von Eintracht Frankfurt präsentiert sich über die gesamte Saison in der LOTTO Hessenliga in bestechender Form. Am Ende gelingt der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest auf beeindruckende Weise.

Die Zahlen zum Saisonende sprechen für sich. Bestes Heim- und bestes Auswärtsteam, torreichste Offensive sowie sicherste Defensive, punktestärkste Hin- sowie Rückrundenmannschaft. Konnte der zweitplatzierte FC Eddersheim im ersten Saisonhalbjahr noch mitziehen, war es spätestens nach der Jahreswende ein einsamer Sprint in Richtung Ziellinie für die Mannschaft von Cheftrainer Dennis Schmitt. Sogar der Punkterekord der LOTTO Hessenliga könnte mit dem letzten Saisonspiel beim CSC 03 Kassel noch geknackt werden – mit 90 Punkten würden die Adlerträger die Saison bei einem Auswärtssieg in Nordhessen beenden. Aktuell stehen nach 33 Spielen 87 Zähler auf der Habenseite (Stand: 27.05.2026).

Doch eine solche Saison war nicht unbedingt erwartbar. Nur rund ein Drittel des Kaders der vergangenen Saison trat den Gang in die Hessenliga mit an, ergänzt wurde die Mannschaft durch aufrückende Talente aus der eigenen U19 sowie externen Neuzugängen. Mit Benjamin Kirchhoff, gebürtiger Frankfurter und bereits in der Jugend Adlerträger, Nico Ochojski (zuvor SSV Jahn Regensburg), Lukas Sonnenwald (Bahlinger SC) und Jeremiaha Maluze (Rot-Weiß Erfurt) konnten wichtige Eckpfeiler verpflichtet werden, die der Mannschaft im weiteren Verlauf Struktur, Organisation und Sicherheit verleihen sollten. Ein generelles Umdenken in der Ausrichtung des ältesten Ausbildungsjahrgangs sollten diese Verpflichtungen aber nicht bedeuten: Mit Amil Siljevic, Ebu Bekir Is, Marvin Dills und Nilo Neuendorff standen potenzielle U19-Spieler vom Sommer an fest im U21-Aufgebot, Alexander Staff wurde zum Winter in den Kader integriert. Dies zeigt: Priorität hatte auch in dieser Spielzeit nicht der Tabellenstand, sondern die bestmögliche Ausbildung der Talente.

Aus sportlicher Sicht war über die gesamte Saison hinweg kaum ein Haar in der Suppe zu finden. Da gab es einen Ausrutscher in Waldgirmes Ende August (0:2), der allerdings eine Serie von 22 Spielen in Folge ohne Niederlage einleitete. Darüber hinaus gelang der Schmitt-Elf eine Serie von 13 Siegen am Stück – auch dies ist, wenig überraschend, Saisonbestwert. Jene Niederlage in Waldgirmes bezeichnete Cheftrainer Dennis Schmitt als „Schlüsselmoment“, in dessen Folge man an ein paar Stellschrauben drehte. Auch das Comeback am ersten Spieltag gegen Rot-Weiß Walldorf (4:2), der späte Sieg in Pohlheim (3:2) oder der hohe Sieg über Mitfavorit Gießen (7:0) seien laut Schmitt besondere Momente gewesen, durch die das Team mehr und mehr zusammenwuchs und einen besonderen Spirit entwickelte.

Dieser Zusammenhalt, diese Mentalität und dieser Teamgeist – für Schmitt der entscheidende Faktor für diese Saison der Superlative: „Das Kollektiv war entscheidend. Die gesamte Mannschaft hat sich in allen fußballerischen Bereichen entwickelt. Wenn man über einen so langen Zeitraum so viele Siege holt, so dominant spielt, dann ist das eine sehr gute Leistung.“
Text & Foto: Eintracht Frankfurt

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