HESSISCHER FUSSBALL-VERBAND e.V.

DFB-Schulfußball-Tour in Marburg

DFB-Schulfußball-Tour zu Gast in Marburg: Fortbildung mit Fokus auf Bewegung und Spielfreude & Talkrunde mit prominenten Gästen

Am 13. Juni 2026 machte die bundesweite Schulfußball-Tour des DFB Halt in Marburg. Lehrkräfte, Ganztags-AG-Leitungen sowie interessierte Trainerinnen und Trainer aus den Vereinen nutzten die Gelegenheit, an einer praxisnahen Fortbildung teilzunehmen. Ziel der Veranstaltung war es, mehr Bewegung, mehr Sport und mehr Begeisterung für Fußball in den Schulalltag zu bringen.

Gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund veranstaltete der Hessische Fußball-Verband (HFV) die Fortbildung auf dem Gelände des Georg-Gaßmann-Stadions. Eingebettet war die Maßnahme in den Finaltag des Hessenpokals der Frauen und Mädchen. Sie war zugleich Teil der DFB-Initiative „Jahr der Schule“, die darauf abzielt, Bewegungsangebote an Schulen langfristig zu stärken und Kinder sowie Jugendliche stärker für Sport zu begeistern.

Praxisnaher Einblick in die „Schule des Kleinfeldfußballs“

Unter der Leitung von Daniel Stredak, Co-Trainer der U20-Junioren und Mitglied des DFB-Kompetenzteams, stand die Fortbildung ganz im Zeichen der „Schule des Kleinfeldfußballs“. Im Mittelpunkt standen leicht umsetzbare Organisationsformen, zahlreiche Ballkontakte und spielnahe Trainingsmethoden, die sich unkompliziert in den Sportunterricht integrieren lassen.

Die Teilnehmenden erhielten vielfältige Anregungen für die Praxis sowie methodische Konzepte, die speziell auf einen kindgerechten Fußball im schulischen Umfeld ausgerichtet sind. Besonders deutlich wurde dabei, wie wirkungsvoll einfache Spielformen sein können: Kleine Spiele wie Drei-gegen-Drei fördern eine hohe Aktivität aller Kinder und lassen sich mit geringem organisatorischem Aufwand umsetzen.

Mit der F-Jugend vom JFV Weimar/Lahn wurde Fußball, Handball und Basketball auf vier Feldern im Drei-gegen-Drei gespielt. Damit sollte aufgezeigt werden, wie unkompliziert es sein kann, möglichst viele Kinder gleichzeitig in Bewegung zu bringen. Dabei steht nicht ausschließlich der Fußball im Vordergrund, sondern die Förderung von Bewegung und Sport insgesamt. Ziel ist es, zu verdeutlichen, dass solche Angebote weder kompliziert sein müssen noch eine Ausbildung als Fußballtrainer voraussetzen, um erfolgreich umgesetzt zu werden. Mehr Informationen zur „Schule des Kleinfeldfußballs“ hier.

Austausch mit Expertinnen und Experten: Chancen des schulischen Ganztags und Potenziale im Mädchenfußball

Im Anschluss an die Fortbildung kamen die Teilnehmenden bei einer Talkrunde mit hochkarätigen Gästen ins Gespräch. Zu den Diskutierenden gehörten Heike Ullrich, Prof. Dr. Silke Sinning, Alix Puhl, Daniel Stredak sowie Jens Alter und Johannes Hofmann.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Auswirkungen des künftig verpflichtenden Ganztags an Hessens Grundschulen sowie die Weiterentwicklung des Mädchenfußballs. Einigkeit herrschte darüber, dass der Ausbau des Ganztags eine große Chance für den organisierten Sport und insbesondere für die Fußballvereine bietet. Schulen sind der einzige Ort, an dem nahezu alle Kinder unabhängig von ihrem sozialen oder sportlichen Hintergrund erreicht werden können.

Besonders im Mädchenfußball sehen die Verantwortlichen weiterhin großes Entwicklungspotenzial. Durch eine noch engere Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen sollen künftig mehr Mädchen für den Fußball begeistert und langfristig an den Sport herangeführt werden. Der Ganztag könne dabei eine wichtige Rolle spielen, um niedrigschwellige Bewegungs- und Fußballangebote zu schaffen und neue Zielgruppen zu erreichen.

Die Gesprächsrunde machte deutlich, dass Schule und Verein gemeinsam entscheidende Impulse setzen können, um Kinder frühzeitig für Bewegung und Sport zu begeistern und nachhaltige Strukturen für die Zukunft des Fußballs zu schaffen.

Bilder von Stefan Kost-Siepel & Stefan Tschersich

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