Mit der maximalen Punktausbeute entschied die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes am 18./19. April 2026 das SFV-Vergleichsturnier der U14-Juniorinnen an der südbadischen Sportschule Steinbach souverän für sich und löste damit das Team aus Württemberg als Titelträger ab. Bemerkenswert war dabei, dass keine der insgesamt zehn Turnierbegegnungen (Spielzeit jeweils 2 x 20 Minuten) mit einem Remis endete. Das Team aus Württemberg musste den Wanderpokal zwar an Bayern abtreten, konnte sich zum Turnierabschluss jedoch mit dem Silberrang trösten. Dritter wurden die jungen Hessinnen, bei der sich Siege und Niederlagen die Waage hielten.
Die von Lars Schulz trainierten Juniorinnen aus Bayern starteten mit einem knappen 1:0-Erfolg über Gastgeber Südbaden in den Wettbewerb. In ihrer folgenden Begegnung gegen Hessen gerieten die Talente aus dem Freistaat zwar zunächst in Rückstand, hatten aber mit dem Ausgleich umgehend die richtige Antwort parat, eher ein direkt verwandelter Freistoß sogar den nächsten Sieg einbrachte. Ein deutlicher Erfolg über Württemberg zu Beginn des zweiten Spieltages brachte die bayerische Auswahl endgültig in Richtung Turniersieg, welcher jedoch auch vor der abschließenden Begegnung gegen Baden noch nicht in trockenen Tüchern war. Doch auch ihre vierte und letzte Begegnung ging die Schulz-Elf konzentriert an und wahrte mit einem 1:0-Sieg ihre weiße Weste. Der bayerische Jubel fiel in Anbetracht eines sehr dominanten Turnierauftritts anschließend laut und überschwänglich aus.
Danach, dass Württemberg das Turnier letztendlich als Zweiter beenden würde, hatte es zwischenzeitlich nicht ausgesehen. Zwar konnte die Mannschaft von Trainerin Nadine Kraus ihre Auftaktbegegnung gegen Südbaden siegreich gestalten (2:0), doch die dann folgenden Niederlagen gegen Baden (0:2) und Bayern (1:4) warfen die wfv-Talente in der Tabelle deutlich zurück. Davon unbeirrt spielten sie aber in ihrer letzten Begegnung gegen Hessen nochmals groß auf und feierten mit einem 5:1 den höchsten Sieg im gesamten Turnierverlauf. Sechs Punkte auf der Habenseite reichten dem Titelverteidiger, um sich im Endklassement unmittelbar hinter den souveränen Bayern einzureihen.
Punktgleich mit Württemberg beendete Hessen das Turnier als Dritter. Das von Barbara Wolinski trainierte Team gestaltete beide Turniertage mit je einem Sieg und einer Niederlage ausgeglichen, musste durch die hohe Niederlage gegen Württemberg jedoch auf der Zielgeraden den Gegner noch an sich vorbeiziehen lassen. Immerhin gelang es den HFV-Juniorinnen als einziger Mannschaft, gegen den späteren Turniersieger aus Bayern zwischenzeitlich in Führung zu gehen, was aber nichts daran änderte, dass mit dem Schlusspfiff eine knappe Niederlage zu Buche stand.
Das eigene Offensivspektakel hatten sich die gastgebenden Juniorinnen des Südbadischen Fußballverbandes für ihre letzte Begegnung aufgespart. Bis dahin war es dem Team von Trainerin Anne Beck noch nicht gelungen, einen eigenen Treffer zu erzielen. Doch der abschließende 4:1-Erfolg im Nachbarschaftsduell gegen Baden war nicht nur Balsam für die südbadischen Wunden, sondern sorgte auch dafür, dass den SBFV-Juniorinnen auf der Zielgeraden noch der Sprung auf Abschlussrang 4 gelang. Für die badische Mannschaft um Trainerin Laura Heldt, die nach Abschluss des ersten Turniertages mit einem positiven Torverhältnis noch auf Rang 2 gelegen hatte, endete der Wettbewerb trotz guter Ansätze somit enttäuschend.
Text: SFV, Archiv-Foto: Zinsel


