Im mittelfränkischen Altdorf bei Nürnberg kam am Wochenende 25./26.07.2026 die Elite des süddeutschen Seniorenfußballs zusammen, um die diesjährigen Süddeutschen Ü-Meisterschaften auszutragen. In den insgesamt fünf Wettbewerben gab es schlussendlich vier neue Meister, lediglich der 1. FC Nürnberg konnte seinen Titel bei den Ü40-Herren aus dem Vorjahr verteidigen und sich somit erneut für die Deutschen Ü-Meisterschaften in Berlin (21.-23.08.2026) qualifizieren. Dorthin begleitet wird der „Club“ von seiner Ü50-Mannschaft, die sich in Altdorf ebenfalls die süddeutsche Krone aufsetzen konnte. Den Sprung zu den Deutschen Meisterschaften schafften zudem der TSV Neckarau bei den Ü32-Frauen sowie der FV Ettlingenweier bei den Ü32-Herren. Der SV Leingarten errang im Wettbewerb der Ü60-Herren den höchstmöglichen Titel in dieser Altersklasse.
Da bei den Ü32-Herren der Hessische Meister SpVgg Eltville seine Turnierteilnahme kurzfristig abgesagt hatte, traten der FV Ettlingenweier (Badischer Meister), die SG Dettingen-Dingelsdorf (Südbadischer Meister), die SpVgg Gröningen-Satteldorf (Württembergischer Meister) sowie der Titelverteidiger FC Bayern München lediglich in einem Viererfeld gegeneinander an. Das Turnier begann zunächst mit einem Favoritensieg, denn der FC Bayern konnte die SpVGg Gröningen-Satteldorf knapp mit 1:0 niederringen. In einem intensiven Spiel behielt mit dem gleichen Ergebnis anschließend der FV Ettlingenweier, Süddeutscher Ü32-Meister des Jahres 2023, die Oberhand über die SG-Dettingen-Dingelsdorf, sodass das folgende Duell zwischen dem FC Bayern München und dem FV Ettlingenweier bereits vorentscheidenden Charakter im Hinblick auf den Turniersieg aufwies. Erneut sollte lediglich ein Treffer fallen, den der FV Ettlingenweier erzielen und sich damit in die Pole Position hieven konnte. Den Turniersieg konnte der Badische Meister dann sogar von der Seitenlinie aus feiern, denn die SG Dettingen-Dingelsdorf bezwang den Titelverteidiger aus München ebenfalls mit 1:0, sodass der FV Ettlingenweier unabhängig vom Ausgang seines letzten Turnierspiels bereits als neuer Süddeutscher Ü32-Meister feststand. Der SpVgg Gröningen-Satteldorf verdrängte zum Abschluss mit einem 2:0-Erfolg über Ettlingenweier die SG Dettingen-Dingelsdorf noch von Rang 2.
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Parallel zum Wettbewerb der Ü32-Herren wurde auf einem Kleinspielfeld die Süddeutsche Meisterschaft der Ü50-Herren ausgetragen. Mit namhaften Ex-Profis in seinen Reihen kam der 1. FC Nürnberg zunächst noch etwas schwer in Tritt, ein 2:2 gegen den Württembergischen Meister Downtown Boys Neckarsulm stand zum Auftakt zu Buche. Doch durch einen klaren Erfolg über den Südbadischen Meister FC 09 Überlingen sowie ein hart erkämpftes 2:1 gegen den bis dahin ebenfalls ungeschlagen SV Erzhausen (Hessischer Meister) verschaffte den Nürnberger Altstars die Trümpfe auf den Turniersieg, welcher schließlich mit dem höchsten Tagessieg (7:1) gegen den Badischen Meister Karlsruher SC eingetütet wurde. Der SV Erzhausen, für den die Niederlage gegen den späteren Turniersieger den einzigen Punktverlust im Turnier darstellte, sicherte sich den Silberrang, gefolgt vom FC 09 Überlingen, der sich im letzten Turnierspiel mit einem 4:3-Sieg über Neckarsulm noch die Bronzemedaillen erspielte. Der Karlsruher SC erwischte hingegen einen gebrauchten Tag und beendete den Wettbewerb als Fünfter. Der 1. FC Nürnberg konnte somit die SG Hoechst Classique (Hessen), die sich in diesem Jahr nicht für die Süddeutsche Meisterschaft qualifiziert hatte, als Titelträger ablösen.
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Durch den Erfolg seines Ü50-Teams wurde der 1. FC Nürnberg möglicherweise auch im Wettbewerb der Ü40-Herren, der sich über zwei Spieltage (Samstag/Sonntag) erstreckte, beflügelt. Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten aus ihren Begegnungen gegen den TV Neuler (Württembergischer Meister) und den FC 03 Radolfzell (Südbadischer Meister) thronten die „Clubberer“ bereits nach dem ersten Spieltag in der Tabelle oben. Doch in einem ausgeglichenen Teilnehmerfeld hielten auch die AH-SG Darmstadt (Hessischer Meister) und der FV Ettlingenweier Anschluss zur Spitze. Zum Auftakt des zweiten Turniertages zerplatzten die Darmstädter Titelhoffnungen durch eine 0:1-Niederlage gegen Nürnberg jedoch umgehend, wohingegen der FV Ettlingenweier, der es seiner Ü32-Mannschaft mit der Quali für Berlin gleichtun wollte, sich mit einem klaren Erfolg über den TV Neuer ein echtes Endspiel gegen den 1. FC Nürnberg verschaffte. Dieses Endspiel hätte dramatischer kaum verlaufen könnten. Der FCN ging früh in Führung, doch der Badische Meister bewies Moral und konnte die Begegnung zunächst zu seinen Gunsten drehen. Dadurch waren die Nürnberger wieder unter Zugzwang und erzielten kurz vor dem Spielende den erneuten Ausgleich. Alles in die Waagschale werfend lief der FV Ettligenweier in der letzten Spielszene noch in einen Konter, der sogar zum 3:2-Siegtreffer für den 1. FC Nürnberg führte, welcher sich in den heimischen, mittelfränkischen Gefilden somit den Doppelsieg seiner Ü50- und Ü40-Teams gesichert hatte und diesen lautstark feierte. Durch die abschließende Niederlage rutschte der FV Ettlingenweier, der so dicht vor dem Turniersieg gestanden hatte, sogar noch hinter die AH-SG Darmstadt auf Rang 3 ab. Der TV Neuler sicherte sich mit einem Erfolg über den FC 03 Radolfzell Abschlussrang 4.
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Wie bei den Ü32-Herren waren auch im Wettbewerb der Ü32-Frauen lediglich vier Mannschaften vertreten, da aus Südbaden kein Teilnehmer benannt werden konnte. Der Turniermodus sah hier eine Doppelrunde vor, sodass der TSV Neckarau (Badischer Meister), der FC Bayern München (Bayerischer Meister), die Kewa Ladies (Hessischer Meister) sowie die SpVgg Renningen (Württembergischer Meister) je zweimal gegeneinander antraten. Früh machte der TSV Neckarau dabei klar, dass der Weg zum Süddeutschen Meistertitel nur über ihn führen würde. Zur „Turnierhalbzeit“ wiesen die Badnerinnen eine weiße Weste mit neun Punkten aus drei Begegnungen auf. Zwar mussten sie sich gegen den Titelverteidiger aus München anschließend mit einem torlosen Remis zufrieden geben, doch davon unbeirrt ließ der TSV zwei weitere Siege folgen und hatte dem Wettbewerb schlussendlich ungeschlagen eindrucksvoll seinen Stempel aufgedrückt. Ein starkes Turnier bestritt auch die SpVgg Renningen, die sich lediglich dem späteren Turniersieger zweimal geschlagen geben musste, sich aber mit zehn Zählern auf der Habenseite nach Turnierende über die Silbermedaillen freute. Mit einer ausgeglichenen Bilanz (je zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen) beendete der FC Bayern München die Süddeutsche Meisterschaft als Dritter vor den Kewa Ladies.
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Die Entscheidung um den Turniersieg bei den Ü60-Herren fiel erst in der letzten Turnierbegegnung. Bis dahin hatten der SV Leingarten (Württembergischer Meister) sowie der FC 09 Überlingen (Südbadischer Meister) keine Niederlage kassiert, sodass das direkte Aufeinandertreffen zum echten Endspiel um die Süddeutsche Ü60-Meisterschaft wurde. Dem SV Leingarten hätte bereits ein Remis zum Turniersieg gereicht, doch die württembergischen Oldies ließen auch im Finale nichts anbrennen und sicherten sich mit einem 1:0-Erfolg die Meisterschale, welche im Vorjahr der SV Rot-Weiß Frankfurt errungen hatte. Punktgleich (jeweils vier Zähler) beendeten die AH-SG Darmstadt und die SG Alling/Fürstenfeldbruck (Bayerischer Meister) das Turnier, wobei die bessere Tordifferenz dafür sorgte, dass der Hessische Meister die Bronzemedaillen in Empfang nehmen durfte. Dem SV Leingarten, der 2025 bereits an der Süddeutschen Ü60-Meisterschaft teilgenommen und das Turnier als Vierter beendet hatte, war indes nun der große Wurf gelungen. Da keine Deutsche Ü60-Meisterschaft ausgetragen wird, feierten der SVL mit dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft den höchstmöglichen Titel seiner Altersklasse.
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Bevor es zur Siegerehrung kam, wurde Margarete Lehmann, die nach 21-jähriger Tätigkeit als Vorsitzende des für den Ü-Bereich zuständigen SFV-Ausschusses für Freizeit- und Breitensport im Herbst aus ihrem Amt ausscheiden wird, für ihre riesigen Verdienste mit der silbernen DFB-Ehrennadel ausgezeichnet. Anschließend moderierte sie die Siegerehrung, in deren Rahmen nicht nur die sportlichen Darbietungen der Teams, sondern auch die starken Leistungen der Schiedsrichter*innen sowie die perfekte Vorbereitung und Organisation der Wettbewerbe durch den 1. FC Altdorf von den anwesenden Mitgliedern der Verbandsgremien gewürdigt wurden. „Nachdem wir im Vorjahr in organisatorischer Hinsicht leider sehr viel Luft nach oben hatten, ist es uns nun auch dank des immensen Engagements und der Schaffung rundum perfekter Rahmenbedingungen durch den 1. FC Altdorf gelungen, die Süddeutschen Ü-Meisterschaften wieder ins rechte Licht zu rücken. Wir gratulieren den Süddeutschen Meistern sehr herzlich und drücken alle verfügbaren Daumen für weitere Erfolge in Berlin!“, so Lehmann.
Text & Fotos: SFV







